Interview mit der Webakademie Sachsen-Anhalt
mit Frau Peter-Wehner

Als Digital-Agentur entwickeln wir für unsere Kunden Projektvorhaben  - individuell, digital nachhaltig und sicher – bis zur Realisierung und Einführung. Ende 2020 durften wir gemeinsam mit der Webakademie Sachsen-Anhalt die Entwicklung einer Applikation (kurz App) für Smartphones realisieren, die im März 2021 an den Start ging.

 

Die Webakademie Sachsen-Anhalt geht aus der Initiative zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler des Bundeslandes Sachsen-Anhalt hervor. Anlass der gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern ist eine auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zielende Bildungspolitik durch individuelle Förderung, die durch die Kultusministerkonferenz mit Beschluss vom 10. November 2016 umgesetzt wurde. Bereits vor zwei Jahren ging die Webakademie als Website bzw. Plattform an den Start.

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und die langen Etappen ohne Präsenzunterricht, musste das Konzept der Webakademie hinsichtlich digitaler Wege überdacht und neu gestaltet werden. Durch die Neuentwicklung der App „Webakademie lite“ wurde ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet.

 

Im nachstehenden Interview stand uns Andrea Peter-Wehner vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (kurz LISA) zur Verfügung und gewährte Einblicke in die Realisierung des Projektes.

 

Trendtec: Frau Peter-Wehner, Sie leiten am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) das Projekt für die Erstellung, Einführung und Weiterentwicklung der Appli-kation für die „Webakademie Sachsen-Anhalt“. Was ist die „Webakademie Sachsen-Anhalt“? Wen adressiert die Akademie?

Peter-Wehner: Die „Webakademie Sachsen-Anhalt“ ist eine webbasierte Plattform zur Förderung leistungsstarker und potentiell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Mit dem Landtags-beschluss vom 2.7.2018 sollte das bisherige außerunterrichtliche Angebot der Begabtenförderung erweitert, modernisiert und webbasiert gestaltet werden. Die Applikation (kurz App) ist an Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1-12 adressiert.

Trendtec: Ihre Plattform ist also bereits auch zwei Jahre alt? Was hat das Institut Ende 2020 zur Entwicklung der App „Webakademie lite“ motiviert?

Peter-Wehner: Ja, das ist korrekt. Unsere Plattform gibt es bereits fast zwei Jahre. Auch für uns ist es wichtig digitaler zu werden, unsere Zielgruppe, deren Eltern und Lehrerinnen und Lehrer besser zu erreichen und auf neue Angebote aufmerksam zu machen. Insbesondere die Pandemie und die langen Phasen des Distanzunterrichts haben den Bedarf nach unkompliziertem Informationsfluss in ein anderes Licht gerückt. Wir mussten das Angebot neu überdenken. Dies bedeutet weniger Medienbrüche, weniger Papier, anwenderfreundlicher und digitaler zu werden zur schnelleren Informationsübertragung. Dies führte zur Überarbeitung und dem Überdenken digitaler Ansätze.

Trendtec: Was war Ihnen bei der Entwicklung besonders wichtig? Wie sind Sie bei der Auswahl vorgegangen und wie lange dauerte die Entwicklung?

Peter-Wehner: Oh, sehr viele Punkte, zumal es das erste Projekt mit dieser Aufgaben- und Zielsetzung war. Eins der Hauptargumente für die Zusammenarbeit mit der Trendtec UG war, dass für das Projekt ein Ansprechpartner, direkt, persönlich und unkompliziert, für alle Fragen rund um die geplante Anwendung mit Rat und Lösungsidee zur Verfügung stand. Darüber hinaus hatten wir nur ein sehr knappes Zeitfenster von gerade mal zwei Wochen zur Realisierung. Somit musste es schnell, professionell und ausbaufähig sein. Weiterhin war es für uns maßgeblich, dass wir bei der Erstellung der Anforderungen und Lösungsoptionen professionell unterstützt wurden. Wir waren fast ausschließlich reine Anwender und mussten formulieren, was für unsere User wie funktionieren muss. Herr Oliver Kölsch konnte die beiden Sichtweisen sehr gut vereinen: Er hat schnell verstanden, was wir benötigen und hat uns Vorschläge zur Umsetzung unterbreitet.

Trendtec: Was waren Ihnen für die jungen Anwender besonders wichtig?

Peter-Wehner: Die App musste intuitiv und einfach zu bedienen sein. Was Sie nicht vergessen sollten: Die App muss auch für uns vom Institut schnell und durch „Laien“ bearbeitbar sein. Wir müssen diese schnell pflegen, aktualisieren und befüllen, insbesondere da die Vorbereitung der Inhalte, die über uns erarbeitet und bereitgestellt werden, schon sehr zeitintensiv ist.

Trendtec: Welche Angebote stellen Sie über die App bereit und wie können die User diese nutzen? Warum eine App fürs Smart-Phone?

Peter-Wehner: Die App, die hauptsächlich auf den Smartphones der jungen User zur Anwendung kommt, hat die Aufgabe die Neugier und die Aufmerksamkeit für die Webakademie zu wecken. Diese App heißt Webakademie lite, da die Webakademie als separate Plattform betrieben wird. Hierin wird schlußendlich gearbeitet. Die App soll Neugier wecken, Infos liefern und zu interessanten und neuen Inhalten der Webakademie lotsen. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen hier über interessante Aufgaben, Themen und Rätsel ihre Schwerpunkte finden, nicht zuletzt um diese gezielt auszubauen.

Trendtec: Welche Rolle spielen hier Eltern, Lehrkräfte?

Peter-Wehner: Ganz klar eine große Rolle! Die Eltern der leistungsstarken Kinder sind oft überfordert, suchen, aber finden zu wenig Hilfe und Angebote, um ihre Kinder gemäß deren Potenzial zu unterstützen. Deswegen ist es uns sehr wichtig hier ein mögliches Angebot zur Verfügung zu stellen.

Trendtec: Die Applikation ist nun bereits seit einigen Wochen im Einsatz. Wie ist die Resonanz? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Peter-Wehner: Dazu kann ich leider derzeit nichts sagen, da mir (noch) keine Statistik vorliegt. Ab April wird aber die App durch die Firma Trendtec erweitert. Hierdurch wollen wir weitere Nutzer erreichen, die dieses Angebot annehmen.

Trendtec: Gibt es weitere Ideen oder verbundene Projekte dazu?

Peter-Wehner: Ja, durchaus. Anfang April wurde ein weiterer Auftrag an die Firma Trendtec gegeben, der beinhaltet u.a. die Funktion der Push-Nachrichten hinzuzufügen. Zudem soll es dann auch möglich sein, Bilder zum Verständnis der Inhalte in die App einzubinden.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Frau Peter-Wehner und dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (kurz LISA) für Einblicke und das Resümee zur Realisierung des ersten Projektes. Das Interview führte Frau Werling.

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